ownsx // folge 39

Herzlich Willkommen –

zu einer neuen Runde, auch allen neuen Abonnent:innen!
Diesmal gleich mittenmang, ohne viel Federlesens, doch klar: Der Bundestagswahlkampf macht sich breit.

Aber erst mal – worüber haben wir hier eigentlich vor einem Jahr geredet?
Hier der Newsletter vom 10.8.2020.


Noch mal fix zwei Sätze zur Erklärung:
Der Newsletter von ostwestnordsuedx zieht alle zwei Wochen einen Strich – und packt Beiträge rund um Ost/West zusammen, die in den +/-14 Tagen zuvor aufgefallen sind. Damit sich nicht alles versendet. Als eine Art temporäres Archiv.

Was die geplante Arbeitsplatztauschplattform für Journalist:innen auf ostwestnordsuedx.de (Was das sein soll? Womit alles anfing? Wer dahinter steckt? Steht hier und hier und hier. ) angeht:
Als Alternative für physischen Tausch: Bieten Sie Ihre Perspektive an – und finden jene Einblicke, die Ihnen im Blatt, in der Sendung, im Heft, auf der Seite fehlen:
hier direkt zum Suche/Biete-Formular!
Ums leichter weiterzusagen:
https://tinyurl.com/ownsx-tauschformular


Na dann: Neues aus den Kategorien Lesen // Sehen // Hören // Machen.

// Lesen

Thema: Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit

Der Jahresbericht, BMWi (120 S. / PDF)
– “Ost-Wirtschaft holt nur langsam auf”, taz
– “Ostdeutschland bleibt Neuland”, Lausitzer Allgemeine Zeitung
– “Deutsche Einheit: Ostdeutschland liegt wirtschaftlich immer noch zurück”, RND
– “Ostbeauftragter sieht Politikskepsis bei Ostdeutschen”, dpa/Zeit Online
– “‘Vertiefte Grundskepsis’ gegenüber der Demokratie bei vielen Ostdeutschen”, Tagesspiegel
– “Der Osten ist wirtschaftlich schwächer und skeptischer”, dlf.de
– Kommentar: “Schafft den Ost-Beauftragten ab!”, Peter Carstens / FAZ (+)


Thema: Ostdeutsche Impfskepsis

– “Eine Überdosis Skepsis”, Martin Nejezchleba + Doreen Reinhard / Zeit (+)
– “Das Ost-West-Gefälle bei der Impfbereitschaft ”, Max Haerder / WiWo



Kolumne I: “Ich bin ostdeutsch, weil es Westdeutsche gibt”, Berliner Zeitung

– Valerie Schönian hat mit ihrer Kolumne “Bei uns heißt das Polylux” ein neues Zuhause – die erste frische Folge ist nun in der Berliner Zeitung erschienen. (Übrigens hat sie gerade mit “Verwegen in Gardelegen” eine Lesereihe mit ostdeutschen Autor:innen gestartet; läuft 2 x im Jahr.)


Kolumne II: “Ich heiße Mandy und wohne nicht in Marzahn”, Berliner Zeitung (+)

– Noch eine neue Kolumnistin: Mandy Tröger, die Medien- und Kommunikationsforscherin von der LMU, die hier im vergangenen Newsletter schon doppelt auftauchte (etwa im Spiegel-Interview hier).


Essay: “Den Osten verschweigt heute keiner mehr”, Die Zeit (+)

– Zum Abschied eine Bilanz: Martin Machowecz darüber, wie sich der Blick auf Ostdeutschland verändert hat während er die “Zeit im Osten” leitete. (Seit 1.7. hat Anne Hähnig übernommen; Machowecz co-leitet das Streit-Ressort.)


Essay: “Woher kommt der Zorn im Osten?”, p+k

– “Über die gestörte Erinnerung an eine Republik, deren Namen wir nicht mehr aussprechen” schreibt der Schriftsteller Karsten Krampitz in der aktuellen “politik + kultur” (S. 31 im PDF).


Faktencheck: “10 populäre Irrtümer über Ostdeutsche”, Welt (+)

– Eine “Überprüfung der bequemsten Wahrheiten” verspricht der Merseburger Feuilleton-Kollege Michael Pilz.


Kommentar: “Sozialistisch arbeiten, lernen und leben”, nd. Der Tag

– Einer der größten Unterschiede zwischen Ost und West, findet Detlef Kannapin, ist die Wahrnehmung von “Lebensleistung”. Es sei eine Debatte, die nicht geführt werde.



Interview: “In 30 Sekunden nicht zu erklären”, p+k

– Christian Bollert von “Wir sind der Osten” über Ost/West-Perspektiven in der Berichterstattung (S. 30 im PDF).


Portrait: “Ein Leben zwischen zwei Staaten”, Zeit (+)

– Die langjährige DDR-Korrespondentin der “Zeit” Marlies Menge erzählt über ihre Karriere, ihren Berufsalltag – Carolin Würfel hat sie getroffen.



Thema: Astrid Landero erhält den Berliner Frauenpreis 2021

– “Ost-West-Vermittlerin”, Claudia Krieg / nd. Der Tag
– “Warum Familie Landero in den doppelten Wahlkampf zieht”, Wiebke Hollersen / Berliner Zeitung



Kommentar: “Ehrengrab für Reinhard Lakomy”, taz

– Für Lakomy, 2013 gestorben, gilt bis heute wie für viele Ostdeutsche: Wie seine Lebensleistung sichtbarer machen? “Anerkennung ist ein Stichwort. Zuwendung ein anderes. Würdigung ein drittes”, schreibt Andreas Hergeth darüber, dass der Sänger nun ein Ehrengrab in Berlin bekommen soll.



Neuere Bücher / neuere Rezensionen:

– Björn Stephan: “Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau”, Galiani 2021, 22 Euro (FAZ-Rezension).
– Günter Krawutschke: “Gesichter der Arbeit”, Bebra 2021, 26 Euro (taz-Rezension)
– ET 09/2021: Johanna Weinhold: “Die betrogene Generation. Der Kampf um die DDR-Zusatzrenten”, Ch.Links, 18 Euro.


// Sehen

Kommentar: “Hallo Politik, könnt Ihr Ostdeutsch?”, Inside PolitiX / ZDF

– ZDF-Hauptstadt-Korrespondentin Christiane Hübscher ist schwer genervt von den stereotypen Zuschreibungen von Presse und Politik – und erklärt, wieso ihrer Meinung nach die Wahl in Ostdeutschland entschieden wird (11 Min.).



Reihe: “MitBeStimmen”, Bundesstiftung Aufarbeitung

– Zum Superwahljahr hat die Bundesstiftung Aufarbeitung eine Youtube-Reihe gestartet und vergleicht einschlägige Themen zwischen DDR und BRD, etwa Politikverdrossenheit, Umweltproteste etc.


Kinofilm: “Lieber Thomas

– Ok, der Film startet erst im November – aber dieses Biopic über Thomas Brasch (Albrecht Schuch) lief gerade beim Filmfest München. Auch mit dabei: Jörg Schüttauf, Jella Haase, Wer mehr wissen möchte: Hier gibt’s 1h aktuelles Gespräch mit Regisseur Andreas Kleinert und Drehbuchautor Thomas Wendrich.

TV-Krimi: “Polizeiruf 110: Thanners neuer Job”, 3sat-Mediathek

– Vielleicht lohnt es sich, das Positive festzuhalten: Der Wessi überstand nur eine Folge als aus dem Ruhrgebiet importierter Chef der Ostberliner Kripo-Abteilung. In dieser Folge kommt der Tatort-Thanner 1991 zum Berliner Polizeiruf (hier ‘ne aktuelle Rezension). Bis 20.7. in der Mediathek.


Spielfilm: “Im Niemandsland”, Filmdebüt im Ersten

– Zwei Teenager aus Ost und West in Berlin 1990 – Florian Aigners Jugendliebefilm steht bis 6.10.2021 in der Mediathek.


// Hören

Ostdeutschland braucht eine andere Erinnerungskultur”, DLF Kultur (6 Min.)

– Alan Posener kommentiert im Gespräch den “Jahresbericht zum Stand der Deutschen Einheit”.


DDR: Mit der ‘Platte’ Wohnraum schaffen”, DLF Nova (35 Min.)

– Eine halbe Stunde verschiedene historische wie aktuelle Perspektiven auf diese Wohnbauweise – erzählt anhand von Grünau in Leipzig.


// Machen

Sich in die #ownsx-Austauschbörse eintragen: und zwar hier!

– Das Motto für mehr andere journalistische Perspektiven für alle Redaktionen ist: “Suche Ost, biete West” oder “Suche West, biete Ost”.

Und klar, ne, gerne weitersagen!


Ausstellung besuchen:

– Nur 3 Tage! Von 14.-17.7. im Haus der Statistik in Berlin: “Zwei deutsche Architekturen 1949-1989”– die Wanderausstellung des ifa.
– Noch bis 21.8. in Berlin: Plastiken und Baukunst der Ostmoderne der DDR, zu sehen im Kunstverein Ost KVOST in der Leipziger Straße – Ausstellung u.a. kuratiert von Martin Maleschka.
– Online: “Frauenlebendemokratie” über evangelische Frauen in BRD, DDR, Polen, Tschechien (ausführliche Rezension im Sonntagsblatt).
– Bis 29.5.2022: “Ohne Ende Anfang. Zur Transformation der sozialistischen Stadt​” im Museum “Utopie und Alltag” in Eisenhüttenstadt. Aber auf alle Fälle diese Zeit-Rezension von Annett Gröschner darüber lesen: “Die Sterne von Eisenhüttenstadt” und das Interview mit der Museumsdirektorin Florentine Nadolni.

Anmelden:

– Für den “Generationengipfel” am 4.9. – “Netzwerk Dritte Generation Ostdeutschland”.


An Interviewstudie beteiligen:

– “Generation Mauerbau” heißt das multimediale Interviewstudien-Projekt, für das die Historikerin Christine Bertram der Uni Konstanz Menschen Jahrgang 1961 aus Ost und West sucht, um ihren Umgang mit Krisen zu erforschen.


Bewerben:

– Bis 31.7.: 0,65 Wiss. Mitarb. "Zur Gegenwart des kulturellen Erbes" (Univ. Greifswald) beim Projekt "Fragmentierte Transformationen" des Interdisziplinären Forschungszentrums Ostseeraum.
– Bis 9.8.: 1 Wiss. / Pädagog. Mitarb. „Historisch-politische Bildungs- und Forschungsarbeit, NS- und DDR-Geschichte“ (Prora Zentrum e.V.)


Journalistischen Nachwuchs vorschlagen:

– Das “Medium Magazin” sucht wieder die Top 30 bis 30 des Jahres – bis 14.7. hier Kandidat:innen nominieren. Weil: Sichtbarkeit hilft immer.


// Und der Rausschmeißer

DDR auf Twitter

– Twittern über den #Unrechtsstaat – wie funktioniert DDR-Vergangenheit in Sozialen Medien? Das untersucht Robert Scholz gerade für seine Doktorarbeit.


So. Habe ich was vergessen? Soll was Bestimmtes mit rein?
Dann los: mail @ ostwestnordsuedx.de

Nach einer kleinen Sommerpause:
Folge 40 des #ownsx-Newsletters erscheint am 23.8.
Bis dahin: Passen Sie gut auf sich auf!


Sie können auch alle Newsletter einzeln nachlesen – hier im Archiv.

Wer sich in die Newsletterliste eintragen will, bittschön, das geht hier:

… und natürlich gerne weitererzählen, danke!

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